Band 
Zweiter Theil.
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ist der gemeinen Freyheit gefährlich.

darinn bestehen, daß jeder Richter nach den Rechten undGewohnheiten sprechen sollte, welche ihm von den Eingeses-senen seiner Gerichtbarkeit zugewiesen werden würden.Dies war das große Mittel, wodurch unsre Vorfahren ihreFreyheit ohne Gesetzbücher erhielten; anstatt daß unsre Gc-neralverordnungen und Gesetze, so bald es zur Anwendungkömmt, immer nicht recht auf den einzelnen streitigen Fallpassen, und Natur und Gesetze gegen einander in Processeverwickeln.

Es ist eine allgemeine Klage des jetzigen Jahrhunderts,Laß zu viel Generalverordnungen gemacht, und zu wenigebefolget werden. Die Ursache liegt aber aller Wahrschein-lichkeit nach darinn, daß wir zu viel Dinge unter EineRe-gel bringen, und lieber der Natur ihren Reichthum beneh-men, als unser System andern wollen.

III.

Vorschlag, wie der Theurung des Korns

am besten auszuweichen-

^^as beste Mittel einer Theurung des Korns vorzubeu-gen oder sich bey einer anscheinenden theuren Zeitz» helfen, scheint mir dieses zu seyn, daß man die Preisesteigen lasse, wie sie wollen, und dem Handel seinen völligfreyen Laufgönne, ohne sich von obrigkeitlichen Amts wegenim geringsten darum zu bekümmern,odcrAusfuhc undBrant-weinbrennen zu verbieten. So seltsam auch diese Mey-nung, die übrigens in dem großen Handel zwischen Natio-nen und Nationen genugsam untersucht ist, manchem schei-B 3 nen