an den Deutschen.
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wann sie in solchen Umstanden der plötzlichen und äugen»blicklichcn Würkung eines vorsetzenden Wuchers Ziel setzet,und dafür sorgt, daß der Geij Zeit erhalte in sich juschlagen?
Die Frage ist spitzig; Allein laßt uns nnn auch ersteinmal fragen : ob sich zur Zeit der Thcurung der Korn»verrath würklich in den Handendes Ackerbauers befinde?oder ob vielmehr unter den neun Familien, die nicht voinAckerbau, sondern voin Handel und Gewerbe leben, sichnicht mcbrenkycilS die gcldreichen Leute finden, welchedem Ackerbauer sein Korn abnehmen, solches aufschüttenund damit ihre Speculation treiben? Das letztere scheintmir das wahrscheinlichste zu seyn. Und so fragt sichendlich:
Ist es besser, die Unterthanen alle zehn Jahr einmaleine Thcurung ausdauren zu lassen, und ihnen da-für 9 Jahre hindurch gute und sichere Abnehmer zuHause zu verschaffen: oder aber einmal in zehn Jah-ren zu sperren, und dagegen den Ackerleuten ganzer9 Jahr den Markt zu verderben ?
Und hierauf antwortete ich: daß der Vortheil, welchendie Unterthanen in 9 Jahren dadurch genießen, daß geld-rcichc Leute ihnen sogleich für baares Geld ihr Korn ab-nehmen, solches aufschütten, und damit auf Speculationhandeln, den kleinen Vortheil der Sperrung überwiege;und daß der Tbaler, welchen er bey einer etwa alle roJahr eintreffenden Theurung mehr für den Himten bezah-len muß, gegen die z bis 6 mgr. welche er 9 Jahr hin-durch dafür empfangen, und gegen die Bequemlichkeit seinKorn zu jederzeit versilbern zu können, nicht in Derglei-chung konrmcu könne.
Zuge-