Band 
Zweiter Theil.
Seite
71
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XIII.

Schreiben eines Frauenzimmers über die

Nationalkleidung.

Glück zum neuen Jahre, mein lieber Herr Pro-jectenmachcr i). Sie nehmen mir es doch nichtübel 2), wenn ich mein erstes Complimcnt so fort mit demunmaßgeblichen Wunsche 3) begleite, daß Sie sich in diesemnagelneuen Jahre gegen das weibliche Publieumeinbisgenvernünftiger, wie im vorigen, betragen mögen. Sie könnenleicht denken, was ich sagen willig); denn daß Ihr einfäl-tiger Vorschlag eine Nationalkleidung einzuführen, «m unsarmengeplagten Weibern das letzte Vergnügen, die reihen*den Veränderungen der Mode zu benehmen, höchstunver-nünftig Z) sey, werden Sie selbst einsehen, und wenn Siedieses thun, auch unschwer errathen 6) was ich sagen will.Ueberhaupt hasse ich die Projectenmachec 7); es sind nurLeute, die andern etwas auf die Hörner geben 8,) und selbstnichts tragen wollen. In Schweden mag der König im-merhin eine Nationalkleidung einführen; denn ich gedenke

E4 in

1) Gehorsamer Diener.

2) Ganz und gar nicht.

g) Die Bank, wo man die Wünsche discsntiren kann, ist mirunbekannt, ick bitte deshalb um eine gefällige Anzeige.

4) Noch in der That nicht.

5) Was einfältig ist, muß Wohl auch unvernünftig seyn.

6) Jetzt weiß ich es, und brauche es nicht mehr zu errathen.

7) Warum? Die Moden erfordern die größten Vrvjeeten-machcr.

r) Sie sind -och verbevratbet?