zwischen dem Kaufmann und Krämer. 179
Bis dahin diese guten Wünsche erfüllet seyn, muß manes als eine Glückseligkeit unserer Zeiten ansehen, daß all-mählig große Krämer entstehen, deren jeder zwanzig klei-nere verschlingt. Die kleinen Raubvogel, die unsre gutenHandwerker zuerst verzehret haben, werden solchergestalt einRaub der Großem, und da es nicht eines jeden Sache ist,sogleich ein grosser Krämer zu werden: so muß man hoffen,daß unter diesen Aspectcn sich wenige der kleinen Krämercywidmen werden. Man muß hoffen, daß dadurch manchersich bewegen lassen werde, sich wieder zum Handwerk zuwenden, und daß endlich die Handwerker, wenn es zuletztnur noch aufeinige wenigeFeinde ankömmt, diese überwäl-tigen und durch eine neue und verbesserte Einrichtung sichEhre und Recht verschaffen werden.
XXXVIII.
Jeder zahle seine Zeche.
^>ie Anzahl derFündlinge hat sich vorigesJahr in Pa-
ris um zweytauscnd vermehrt. Dieß ist doch einstarker Beweis der herrschenden Unordnung, dürfte manchercmpfindsamerRcisender sagen; abervermutblich ist es nichtsweniger, und beweiset dieser starke Zuwachs höchstens nur,daß alle Generalcassen und Generalaufseher mehr hintergan-gen werden, wie andre ehrliche Leute, die entweder blosihre eigne Haushaltung führen, oder die ihnen anvertrauteGemeinheitsausgaben völlig übersehen können. Unsre gutenehrlichen Vorfahren hielten daher nichts von Generalcassen.Der Himmel möchte auch dem heiligen römischen Reichegnädig seyn, wenn es beständige Reichs- und Kreiscasscn,und auf denselben, wie seine Nachbarn, einige hundert Mit -
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livnen