Band 
Zweiter Theil.
Seite
180
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180 Jeder zahle seine Zeche.

lionen Schulzen hätte! Wie viele Pensionen würden dar-aus verfliegen? Wie viel grosse und kleine Bettler würdendaraus leben, und wie viele hohe und geringe Mütter wür-den an den Orten, wo diese Caffen stünden, ihreächtenundunachtcn Kinder zu glücklichen Fündlingen machen, und sol-che unter diesem Titel dem Heil.. Rom. Reich in die Fütte-rung geben? Wäre diese Casse vollends an dem Orte deSReichstags in Verwahrung, bestünde denn das vom Kai-ser Maximilian angeordnete Reichsregimcnt noch in seinemvölligen Wesen, und hätte dieses, wie billig, das Ausschrei-ben und die Zahlungen zu verordnen : wer weiß, wie sichdann die Fündlinge um Regenspurg vermehret haben wür-den? Die Kenntniß der Rubriken dieser Rechnung würdezur wahren Freude unsrer StaatsrechtsliebcndenDeutscheneine eigne Wissenschaft, und die Zahl der Caßircr, Rech,nungsrathe, :c. rc.:c. den französischen Pächtern gewiß nichtviel nachgeben. Daß der Magistrat zu Regenspurg bey dererlittenen aufferordentlichen Theurung eine billige Beyhülfedaraus erhalten haben würde, versteht sich von selbst.

Auch den Landescassen waren sie nicht sonderlich gewo-gen. Wenn eine allgemeine Noth oder der Landesherr zuraufferordentlichen Hülfe eine gemeine Steuer erforderte: sobrachten sie solche vor der Zeit auf, ließen sie durch dielandesherrlichen Beamte heben, oder machten es mitihremCaßircr wie mir ihrem Heerführer, der nach vollendetemKriege sich bey seinen Locbcra wärmen konnte, wenn er sonstnichts zu thun hatte. War ein Landwehr zu graben, oderein Hauptort mit Wall und Graben zur gemeinen Landessi-cherheit zu umgeben: so grub jedes Kirchspiel seinen ihm zu-kommenden Theil, und gieng dann wieder nach Hause.

Gleichwohl wird man sagen, erforderte die Nothwendig-keit immerfort öffentliche Ausgaben. Es waren Kirchen zu

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