Band 
Zweiter Theil.
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196
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196 Sind die Gemeinheiten nach der

viel weniger zu zweifeln» weil sie die schönste Reitzung fürjedes Amt, oder für jede Landschaft ist, sich über die Liniezu erheben, welche bey ihre m Anschlage zur Richtschnurgenommen worden.

Diese Gründe beweisen freylich nicht, daß es durch»aus ungerecht sey, die neuen Gründe mit Steurcn zu be-legen. Nein; dieses laßt sich gar nicht beweisen, indemdie Noth des Staats zuletzt so weit gehen kann, daß einjeder alles hergeben muß, was er hat, um ihn zu retten-Sie zeigen aber doch allemal so viel, daß so lange eineProvinz mit Verstcurung ihrer alten Gründe die Fe de-rungen des Staats in ihrem bisherigen Verhältnisse be-friedigen kann, es hart und unbillig, auch nicht rathsamsey, ihre neuen Gründe, die in der That nur den Dün-ger für die alten hergeben, mit Steuren zu belegen. Mansage nicht, eine solche Provinz möge sich mit dem Vor-theile begnügen, den sie nun jo lange Seit gegen andregehabt, die ihren ganzen Boden versteurcn müssen; denndiejenigen Lander, wovon der ganze Boden seit undenkli-chen Jahren glücklich gebauct und versteuert ist, habenwahrlich erstaunende Vorzüge vor solchen, wo um einenMorgen Landes gut zu machen, vier andre abgenarbetwerden müssen. Ich habe die Heyde in Westphalen lan-ge gebauct, und weiß was dazu gehört, drey oder vierZoll guter Erde auf todtem Lhrsande zu erhalten und zubewahren, ohne daß der Aufwand den Vortheil überwie-ge. Zwölf Malter Saat altes Land, welche als Guczum Kataster stehn, können diesen Titel nicht behaupten,und ihn noch weniger dem neuem Grunde mittheilen, sobald sie nicht mehr mit der Narbe von g6 andern gefüt-tert werden; ausserordentliche Falle, als die Lage einerHeyde nahe an der Hauptstadt, oder an einem Flusse auS-

genom-