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Das natürliche Recht
Einrichtung dazu gemacht hat; so erwartet er von eurerVernunft, v> n eurer Billigkeit, von eurer Dankbarkeit,und von eurem großen Interesse, daß ihr es nach ihm allenandern verbieten sollet. Denkt er nicht daran, sich überfeine Post ein Privilegium zu erwerben, oder vorher einenContrakt mit euch zu errichten: so werden doch die Ursa-chen, worauf sich das Privilegium, wenn es anders beste-hen löst, gründen müßte, nachher eben so würksam sey»,wie sie vorher gewesen sey» würden. Und wer verdientdenn den größtenDank, der Mißtrauische, der sich von euchBrief und Siegel vorher geben laßt, oder der großnrüthi-ge, der auf eure Dankbarkeit und Billigkeit mit völligemVertrauen rechnet?
Es ist die Natur gemeinnützigerund kostbarer Unterneh-mungen, welche ein Patriot öffentlich unternimmt undausführet, daß sie ihr Privilegium von sich selbst mit sichfuhren, und alle andre von gleichen Unternehmungen solange ausschließen, bis die gemeine Rothdurft eine Verände-rung erfordert. Das Urtheil über diese Veränderung ge-bührt euch, meine vcrsammleten Mitbürger, nicht aber ei-nem Privatmanne, der nach dem erster» eine gleiche oderähnliche Anstalt machen will. Eben diese Unternehmung,die zuerst einem jeden offen stund, steht also dem zweytennicht mehr offen; die erste Besitzergreifung entscheidet hierwie in andern Fallen; und es ist ein Eingriff in euer Urtheil,eine Beleidigung eurer Majcstäksrechte,und eine Beschimp-fung der Nationalvcrminft und Dankbarkeit, zu behaup-ten: daß dasjenige, was *em erstem in diesen Fallen frey-gestanden, dem andern ebenfalls rmverwehrt seyn müsse.Die Richter würden freylich, wenn eine solche Sache vorsie gebracht würde, auf andre Gründe verfallen müssen;weil sie mit euch keine gleiche Befugnisse haben, Privilegien
zu