Band 
Zweiter Theil.
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als neu zu machen 7 29 r

bald zeigen, daß die Fuhrleute aller ihrer Flüche und Ver-sprechungen ungeachtet, in der schönenIahrszcit, wenn diemchrsten Frachten gehen, diejenigen Wege einschlagen, woihnen Frost und Hitze zu statten kommen, und höchstens inden dreyen oder vier schlechten Monaten des Jahres unsreWeghäuser besuchen, welche davon schlecht bestehen werden.Und überhaupt wird die Nahrung iin Lande, welche vonden Frachtfubrcn entsteht, sich sehr vermindern, wenn diemit Weggeldern beschwerten Wege solchergestalt zur bestenZeit, und wenn der Zug am stärksten ist, auf das sorgfäl-tigste vermieden werden.

Die Freunde deS Anbaues und der Bevölkerung, welchesich freuen, wenn sie durch abgesetzte Heerstraßen einen TheilHeide unbefahren erhalten, und aufs ungewisse zu einem ^bessern Gebrauch bestimmen können, sollten billig die Rech-nung erst ziehen, ob die Unterhaltung eines künstlichen We-ges nicht mehr wegnehme als das neue Urbare aufbringt;und dann würden sie gewiß finden, daß selbiger der Bevöl-kerung und dem Anbau nicht so sehr zu statten komme, alssie glauben, so lange die durch jene vermehrten Frohndimisteden Ertrag der neugewonnenen Ländereyen übersteiget. Esist daher noch so ganz unräthlich nicht, wenn in einigenGegenden, wo nichts als Hcyde ist, breite Striche zu denWegen ungebauet liegen bleiben, damit man das Spurbeste öfterer versehen, und sich von dcrUntcrhaltung eines eig-nen Weges befteyen könne. Man laßt hier der Sonne unddem Frost ihre natürliche Würkung, und sparet sich für dieAufopferung eines geringen unergiebigen Raums unzähligeFrobndienste. Bey dem allen räume ich aber gern ein, daßda, wo es geschehen kann und in allem Betracht mit Rechtgeschieht, die schönen Wege einem Lande zur grösser« Ehregereichen als die prächtigsten Schlösser, weiche oft zu nichtsT g weiter