Lyr Es ist rachsämer die Wege
weiter dienen als den Kontrast zu vergrastem. Ein Fürstkann .gar keine edlere Art der Verschwendung, da doch etwaszum (Glänze des Hofes geschehen muß, wählen, als dieVerschönerung der Heerstraßen; und ich ziehe solche allemandern AuNvandc, selbst demjenigen vor, welchen Schau-' spiele, Maitreffen und Jagden erfordern. Nur wünsche ichnicht, daßmandas gemeine Beste für einen englischen Gar-ten hallen, alles grosse im kleinen nachahmen, und Brü-cken und Wege auf gemeine Kosten und zum Druck der Un-terthanen anlegen möge, wo sie mit der Handlung und demInteresse hes Staats in keinem Verhältniß stehen, und für. ein belustigtes Auge zehntausend mit Thränen erfüllen.
DXVI.
Umgekehrt: es ist rathsamer die Wege zu
bessern als auszuflicken.
Mein Herr!
^g^ie verlangen ineine Anmerkungen über das vorigeStück? Woblan hier sind sie, so wie mir die theilsangenehme, theils traurige Erfahrungen meiner treulichenReise selbige an die Hand geben ->).
Die erste Regel unsers Lobredners der schlechten Wege,Nicht ohne Noth Feldwege für Heerstraßen zu erkläre» undsolche nicht gründlich zu bessern, sondern nur zu flicken, be-greife ich so gut als solche an sich außer allem Zweifel ist.Doch daß sehr oft gegen selbige verstoßen werde, ist mir bis
daher
») Dieser Aufsatz ist von einem ungenannten Verfasser,der aberhier mit eingerückt wird, weil man bey-e Partheyen borenmuß, um richtig r« urtheilen.