zu bessern, als auszuflicken. ryr
daher unbekannt gewesen. Ich wenigstens habe auf meinenvielfältigen Reisen auch selbst da, wo man bauete und flickte,diesen Verstoß nie wahrgenommen.
Konnte nun auch der Herr Verfasser die Regel selbstnicht ganz weglassen; so beucht es mir doch billiger, wenndas oft des Vecstoffcs zu einem gar seltenen Fall wäre her-unter gesetzct worden.
Ich wende mich also z» seiner zwvten Regel.
In einem Lande, wo die Finanzen des Landesherrn undder Unterthanen gleich kümmerlich; welchem kein fremdesFuhrwerk kommt und zollet; oder da, wo die Heerstraßengar keine oder doch nur solche Dörfer berühren, welche kei-ne Wagen und Pferde halten, mithin es diesen gleichgültig,ob die Wege gut oder schlecht: da ist es freylich genug,Wege zu flicken, ja mehr als erforderlich. Sollte aberauch die Noth, die hier nach Brode geht, wohl anders ra-then lassen?
Giebt eS aber Lander in unserm allgemeinen Vaterland?,denn ich halte es meinem Patriotismus viel zu! entehrend,als mit unserm Autor die Unterthanen des ganzen Deutsch-landes das Brod gutentheils an den Heerstraßen erbettelnzu lassen; giebt eS, sage ich, solche Lander, deren Einwoh-ner ihre erbaueten Früchte verfahren und sonstige Gewerbevermittelst der Heerstraßen treiben: so erniedrige ich solchenicht zum Bettelstab. Ich preise sie vielmehr glücklich,wenngründlich erbaneke Wege ihnen jetzt den Vortheil einer ge-ringern Anspannung, weniger Feit zur Reise, weniger Ab-nutzung des Geschirres, die Bequemlichkeit in jeder Iahrs-zeit zu reisen, und die Befceyungder Furcht ja Lcbensgefahcauf denen Heerstraßen darbieten, auf welchen sie sonst dieFlickarbeit zittern machte. Und wenn, wie ich so wenig alsmeine biesigenFreunde auf unsern Reisen iimerhalbDcutsch-landbemerket zuhaben uns erinnere, auf keinem dcrglei-T 4 chen