Band 
Zweiter Theil.
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zu bessern, als auszuflicken. -95

hohem oder niedrigern, oder mit gar keinen Geländern,versehen, und da, wo es mit Steinen wohlfeiler als mitHolz zu bauen, solche mäßig wahrzunehmen. Wenn ichendlich hicbcy erwog, daß der Unterthan mit einer Last voneinigen Jahren (die vielleicht so groß nicht seyn mag, alssie sich oft aus Hörsagcn oder aus sonstigen Ursachen hinterdem Schreibtische malet) sich und seine Nachkommen aufewig vorn Wegbau befceyete, ihn und sie bey einer geringernjährlichen Verwendung, zumal wenn sie noch geringer alsFlickarbeit seyn sollte, die ausser allem vernünftigen Zweifelgesetzte Vortheile einer immer gleich fahrbaren Heerstraßeauf ewig verschaffte; wenn ich nun noch bedachte, daß dieFundgrube zur ersten Anlage und Unterhaltung der Wege,welche ich jedoch nicht mit dem Herrn Verfasser für jedeMeile zu bestimmen vermag, den Unterthan manchen Gro-schen finden lassen und viele sonst müßige Hände des Staatsbeschäftigetuud in Nahrung gesetzet: dann erschien mir diesekurze Last vielmehr als eine ewige Wohlthat für die Unter»thanen.

. Hin und wieder erblickte ich zu meinem grossen Vergnü-gen auch Meilenzeigcr. Man hatte darum die Obersachsenjedoch mit mchrcr Einschränkung nachgeahmet. Ich erfuhr»daß solche für eineMeile höchstens auf zehn Thaler kamen.Gesetzt nun auch, sie gehören nicht zum wesentlichen derHeerstraßen: soll denn ein grosser Herr gar nichts thun, umdas Publicum zu obligiren? Und sollte ihm der segnendeDank des vernünftigen und empfindsamen Reisenden, diesengeringen Aufwand, nicht hundertfältig belohnen?

Aber unsere Vorfahren(O ewiges Steckenpferd unsrerheutigen Sckläfrigkeit!) Wahrhaftig sie waren rührigerals man es ihnen nur zu oft abzusprechen bemübct ist.Sie thaten gewiß mehr als blos flicken. Ihre HeerstraßenT 5 zeugen