Band 
Zweiter Theil.
Seite
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2?» Es ist rarhsamer die Wege

zeugen noch jctzo davon IN den vielfältigen, ftlbst da, wsman fetzt flickt, vorhandenen Ruinen. Nur ihre neuereNachkommen flicken und flicken, bis sie die ganze Natur jenerWege zerstöret und durch den nächsten den besten Sand oderKoch, Wasen, Stroh und Quecken, das sonst noch erträg-liche Terrain zu grundlosen Morasten und Fluch auspressen-den Mordwegen umschaffcn. Sehr oft habe ich es erfah-ren , daß natürliche Schlaglöcher weniger gefährlich zu pas-siven, als die gcflickeen Wege, die ich alsdenn lieber gekün-stelte Mordgruben betitelt hatte.

Ich halte es überflüßig, das fehle; hafte der von Frostund Hitze hergenommenen Wegcbesserungsmittel weitlauf-tig zu zeigen. Wer Wege, die geflickt werden, kennet, unddie Kinderfabre zurück geleget, um von der Ungewißheitauch selbst unserer sogenannten beständigen JahreszeitenErfahrungen zu sammlen, der wird jene willkübrlichc Bes-serung nie anpreisen, es sey denn, daß er es wage, den Rathhinzuzufügen: Unsere Feachkei! rsie die Alten so cinzu-richren, das; wir sie nur in der besten Jahrezeir ab - und

zusicheren.

Soll eine Heerstraße nun zu allen Zeiten fahrbar seyn:so erfordert solche Aufsicht, mithin Kosten. Woher dannaber die Kosten dieser für die Ewigkeit angestellten Aufsicht,dieser Unterhaltung, so unbeträchtlich sie auch gegen dasimmerwährende Flicke» seyn mag? Ist da;» ein Weggcldgut und rakhsam, wird nicht der Unterthan dadurch aufeine neue Art gedrücket und wird denn solches zum End-zwecke hinreichen?

Ich würde zweifelhaft bey dieser Frage gewesen seyn,wenn nicht einige Tage zuvor, als ich sie mir in einem gewis-sen Lande beyder wnrkiichcn Abfordern«,g zweyer Groschenfür dieBefahrung einer Meile neu erbauetcn Weges, auf-

zuwcr-