Z2L Vorschlag zum bessern Unterhalt
Vaterlandes, sowie auf alle Grau:pa- 7 e», nach der nieder-ländischen Seite, ebenfalls ein verhaltnißmaßigec Zoll aufalle englische Wollcnwaaren gelegt, und dieser zum Unter«halt für Hochbcsagtes Reichsgericht angewandt würde.
Man rechnet in England, daß für drey Millionen unddreymal hundert tausend Pfund Sterling Wollenwaaren inDeutschland und in Norden abgesetzt werden. Wahrschein-lich kömim davon für eine Million Pf. St. zu uns. Wennwir einen Impost von 35 p. C-; als so viel die deutschenLinnen setzt in England würklich bezahlen, darauf legten:so würde dieses jährlich schon mehr als zwey Millionen Tha-ler betragen, und mit einer solchen Summe könnte man ge-wiß so viel Assessores besolden, als unsere Proccßsucht er-fordert, und nöthig seyn würde, um alle Processe jedes-mal in einer Zeit von drey Jahren zu Ende zu bringen.Vielleicht reichte auch der zehnte Theil schon hin, das Er-forderliche zu bestreiken.
Bis dahin sind alle englische Waaren in Deutschlandzollfrei) eingegangen, weil dessen einzelne Stande den Ha-sen und Städten, wodurch solche in ihre Lander kommen,nickt gestatten können und wollen, solche zu ihrem Nach.theil zu beschweren; die letztem auch mehrern Vortheil da-bey gefunden , wenn sie fein viele ausländische Waaren demarmen Vaterland« zuschicken können, als wenn sie durchAuflagen die Zufuhr verhindert hatten; und diese Verfas-sung wird immer so bleiben müssen, so lange des Heil.Röm. ReichS Fürsten für dergleichen Auflagen nicht einegemeinschaftliche Casse , dessen Einnahme jedem Stande in-einem Verhältnisse zu gute kömmt, errichten. Diese aberkann in der That zu keiner bessern Absicht errichtet werden,sts zu dem vorgedachten grossen Zwecke, woran Haupt und
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