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Legenden der heiligen Pelagia / herausgegeben von Hermann Usener
Entstehung
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Variation von Jakobs biichlein, um mehr als gelegentliche vcrglei-ehungspunkte zu bieten.

Nur AH halten eine gemeinsame grundlage fest und gehnbloss in einzelhoiten auseinander: die vier anderen quellen stellenjede eine besondere redaction dar. eine voraussctzungslose prüfungder Überlieferung von fall zu fall und unter leitung von SE ergibt,dass von den griechischen texten P nicht nur gegen Y, eine lis. diezwar in einzelnem manchmal altes bewahrt, aber ganz und gar will-kürlich lind verwahrlost ist, sondern auch gegen Ali (von denen Atrotz ihres alters interpolierter ist als Ti) den vorrang der treue zubeanspruchen hat. dieser Vorzug ist durch die verschiedene be-stimmung der hss. bedingt. AP und ebenso schon ihre quelle warenfür das praktische bedürfniss der kircho angelegt, aus ihnen solltendie goschichten der heiligen an deren gedenktagen verlesen werden:demgemäss wurde in rücksicht auf die Zuhörerschaft der satzbauplanmässig vereinfacht, perioden in ihre elemente zerlegt und kür-zungen vorgenommen, auch die Vorgänger von V haben gleichemzweck gedient. P dagegen ist eine Sammlung erbaulicher Schriften,wie die klosterregel sie zur leetüre in einsamer zelle für die stillentage des jalires forderte : erst eine späte und rohe hand hat zu ein-zelnen legenden monat und tag vermerkt, und wenn auch die quelle,der Jakobs schriftchen für diese Sammlung entlehnt wurde, von derliturgischen praxis nicht unberührt geblieben war (s. zu 3, 6), soist doch unsere legende danach gewiss lange als blosses lesestücküberliefert, worden, bevor sie in P übergiong, und dessen Schreiberlag wohl eine ältere Sammlung gleicher art vor h

Sieht man dem bunten spiel des variantenkrams auf den grund,so scheiden sich sämmtliche textquellen in zwei gruppen, die einevon ABVS 1 2 , die andere von PE gebildet, die beiden redactionen, aufwelche alle Variationen innerhalb jeder gruppe zurückzuführen sind,gehen in hohes alter zurück, es genügt hier eine einschneidendeVerschiedenheit hervorzuheben. nachPE s. 15, 1—16 ist Jakob selbstder entdecker von Pelagia’s tod: nach ABVS, wozu Symeon p. 920 asich gesellt, hört er davon bei seinen klostcrbesuclien (vgl. 14, 26) zu-

1 verschweigen darf ich nicht, dass eine anzahl von stil-iibungen des Symeon metaphr. aufnabme in P gefunden haben.

2 wo ABV völlig übereinstimmen (blosse orthographischeVerschiedenheit abgerechnet), fasse ich sie unter dem Zeichen Z zu-sammen.