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that ihm sehr leid, dass die Medaille nicht ihm zu.erkannt wurde. Er fragte mich, ob ich Andersenkenne, und da ich dies bejahrte und ihm erzählte,dass er an der Brustkrankheit leide und wahrscheinlichnicht lange Zeit zu leben habe, bat er mich zumKünstler zu gehen und ihn zu bitten, Thorvaldsenmit einem Besuche zu erfreuen. Ich begab michsogleich zu ihm, und er ging nun mit mir zumeinem Herrn. Ich vermag die Freude nicht zuschildern, die der Künstler aussprach, als er vernahm,dass Thorvaldsen ihm seine Arbeit abkaufen walle.Dieser empfing ihn sehr freundlich, und ich bemerktesogar Thränen in seinen Augen, indem er ihm mitinniger Theilnahme die Hand drückte und ihmsagte: „Ihr Bild gefällt mir so sehr, dass ich esfür mein Museum kaufen will. Sie können Wilckeusmissen lassen, was Sie dafür fordern, das Geld sollIhnen dann ausgezahlt werden." Als ich später zuAndersen.Zam, forderte er nur 100 Rthlr. für sei»Bild, und ich bemerkte dann, dass er füglich mehrfordern könne,: das wollte er aber nicht; die Freude,dass Thorvaldsen sein Bild zu besitzen wünsche, warihm mehr werth als Geld.
XIX.
Im Jahre 1837 concurrirten Adam Müller,Eddelien und mehre andre Künstler um die großegoldene Medaille. Die Aufgabe war: „David, der