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Züge aus Thorvaldsens Künstler- und Umgangsleben / von Kammerassessor Carl Frederik Wilckens, ... ; nach der zweiten dänischen Ausgabe von Theodor Schorn
Entstehung
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da er von der Geldverlegenheit des Mannes hörte.Dasselbe war mit einem Marinemaler der Fall, dermit einem kleinen Bilde kam, das er verkaufenwollte, um sich Geld zu verschaffen, da er miteinem der Schiffe der Marine abreisen sollte, umSkizzen zu zeichnen. Thorvaldsen fragte, was eskosten solle, und da der Künstler 40 Thlr. forderte,

zahlte er ihm sogleich die geforderte Summe aus,

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mit den Worten:Ihr Bild gefällt mir sehr gut,aber ich könnte mir auch noch eins wünschen nachden Skizzen, die Sie auf der Reise zu entwerfengedenken". Der Künstler dankte und fragte, wiegroß er das Bild wünsche. Thorvaldsen erwiederte:Sie können mir eins zu drei oder vier hundertThalern malen." Das Gemälde wurde erst nach demTode Thorvaldsens vollendet; da ich aber bezeugenkonnte, dass Thorvaldsen es bestellt, erhielt derKünstler sein Geld, und das Bild kam in's Museum.Das erstere dieser beiden Gemälde schenkte Thar-valdsen mir zu meinem Geburtstage.

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Thorvaldsen wurde oft zur Kindtanfe ein-geladen; er versprach dann immer zu erscheinen;vergaß er aber dessen ungeachtet sein gegebenesBersprcchen. Wenn ich ihn dann mitunter daranmahnte, seines gegebenen Wortes eingedenk zu sein,musste ich ihn auch daran erinnern, ein Patheu-