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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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sionen, und die Freyheit läßt, Proselyicnzu mache».Noch mehr verräth er den Priester, wenn er zu be-weisen unternimmt, das Abendmahl mit dem Kelchesey allzeit seltener gewesen, als ohne den Kelch. Umhistorisch will er die Eroberungen der Muselmanne»verkleinern. Von den Säulen des Herkules bis anden Ganges gieng ihr Reich, und wiederum von denKüsten von Zangebar bis in Sibirien, und so großist das römische Gebiet niemals gewesen. RatramsGeständniß sagt unser Verfasser, kann ein jederGläubiger bejaen. Mit vielen Verwahrungen viel-ieicht, aber die Worte sind Worte eines Reformirten.Mit Verdruß sehen wir die Kreuzzüge vertheidigen,weil sie den Adel erniedrigt, und auch überhauptnur zwey Millionen streitbare Männer gekostet haben.Melecsala, wie er den Sultan von Aepyptcn ver-dorben nennt, hatte ja sein Reich von Eltern undVoreltern geerbt, was kann man mehr thun, ein recht-mäßiger Besitzer zu seyn. Den Albigensen werdendie unnatürlichsten Irrthümer vorgeworfen, und da-mit ihre Verfolgung gerechtfertiget. Eben so begeg-net man den Waldcnsern, und giebt dem guten HustenSchuld, daß seine Nachfolger nach seinem Todesich wieder ihre Unterdrücker mit den Waffen verthei-digt haben. Iuliün's unglücklicher Rath, mit Amu-. rath dem U. den Frieden zu brechen, wird gleichfallsentschuldigt, und mit einer eisernen Stirne die Bey-schläferinnen der Priester geleugnet, wider welche diedeutsche Nation ihre Klagen authentisch angebracht

hat.