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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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immer dunkel/ und wir wünschten nicht / daß mandas Mitleid aus unsern Freunden austriebe, oderes bey uns auch nur schwächte. Herr B. vertheidigtden Achilles wider den grossen Kenner den Hora;,wir finden aber den Pellden noch viel tadclhaftcr.Sein Verkaufen des Körpers des Hektors, des ein-zigen Heiden/ der einige Menschlichkeit zeigt/ ist bloßdurch barbarische Sitten zu entschuldigen. Und Ju-piter kannte ihn besser/ der durch ein Wunder-werk ihn zwingen mußte/ den Priamus leidlich zuempfangen.

2. Hora;. Dieses grosse Muster des guten Ge-schmacks hat freylich auch nur einen Theil einer Dicht,kunst geliefert/ was er aber sagt/ ist wahr und lehr-reich.

z. Vida: ein im Virgilius wohl bewanderterMann / der fleißig sich mit den Blumen der Altenzu schmücken wußte, aber dabey weitschweifig / mitfremden Dingen beschäftigt/ oft überaus niedrig war;und überhaupt dringt er in das Innere der Kunstnicht ein. Die Auferziehung eines Knabe»/ womiter sich lang abgiebt/ ist eine ganz fremde Sache. DieRegel eine Hcldengcschichtc in der Mitte anzufangen/und das Vorhergegangene zu erzählen / hat uns niegefallen wollen. Nicht nur bringt sie eine unnöthigeUnordnung in die Erzählung/ sondern man brauchtdie Personen selbst zum Erzählen/ wodurch unsermBegriffe nach entweder die ganze Schreibart rrnie^