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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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ler haben rwiü.' Die tadellose Grösse eines Gran«-Isdn's benimmt ihm nichts von der Liebe , die ersich erwirbt. Unter den Heldendichtern verdient Ftn«gal eine vorzügliche Stelle, auch weil er , noch mehrals Homer, in einem ungebildeten Volke gelebt ,und doch feinere Empfindungen gehabt hat, als selbstVirgis. Mit Vergnügen sehen wir das aufrichtigeZeugniß, daß, S. 5)2, Hr. S. dem Hrn. Bodmergiebt, den die heutigen sogenanten AnakreontischcnDichter sich fast "zur Pflicht machen zu verspotten.Vom deutschen Hexameter; er ist sehr wenigen gera«rhen. Eines Freundes Gedanken über die Idyllen.Wir können die Vollkommenheit unmöglich fühlen,die man den thcokritischen Idyllen zuschreibt. Aller-dings war die Sprache musikalisch. Wie viel reizen-der tönt als pfeifen; Aber der Geschmack fehl-te dem Manne, und grobe Hirten verdienen nichtbesungen zu'werden. Die alten Patriarchen/unddie Araber ihre Nachfolger, geben Muster ächter unddennoch edeldenkender Hirten, die keine Werke derEinbildung sind. Homer. Hr. S. denkt sehr vor-theilhaft von dem Manne, wir auch, wenn wir denMann ansehen, der in ungesitteten Zeiten und vorder Philosophie gelebt hat. Aber vom Dichter den-ken wir änderst; es war unmöglich, daß er zu seinenZeiten die Idealvollkommenheit habe erreichen können,die zu den spätern Zeiten möglich wurde, die auchjetzt möglich seyn würde, wenn nur nicht alle euro-

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