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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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wiederum her Hr. v. H. etwas hart widerlegt, wennerbte Werkzeuge des Willens von den Werkzeugender Reizbarkeit absondert. Was konnte er thun! Manreizt die Nerven des Herzens, es bewegt sich wederlangsamer noch geschwinder; man bindet und schnei-det die vornehmsten Stämme, das Herz schlägt fort;man schneidet in den kaltblütigen Thieren das Rück-mark ab, und das Herz schlägt unverändert. Beyandern Muskeln sind die Folgen dieser Verletzung ganzanders. Kann man aus diesen Versuchen etwas an-ders schließen, als die Nerven tragen zur Bewegungdes Herzens höchstens etwas so weniges bey, daß ohnesie die Quelle der innern Kraft die gewöhnlichen Be-wegungen hervorzubringen im Stande bleibt. DaHingegen die andern Muskeln bey Ermangelung derNerven zwar ihre Reizbarkeit, aber doch weit wenigerKräfte behalten. Wiederum, weil man doch behaup-ten will, die Reizbarkeit des Herzens komme doch vonden Nerven her, so bleibt kein Zeichen übrig, woranman durch Versuche die Wahrheit erkennen könne,wenn die Versuche diesen Unterschied nicht bewiesen.Es giebt eine offenbar ohne die Nerven, in der Lei-che , viele Tage nach dem Tode zusammenziehendeKraft in allen Thierischen Fasern, diese Kraft ist amwirksamsten in der Muskelfaser, aber doch auch in, andern sichtbar; sie herrscht vollmächtig in gewissenPflanzen, und einer Menge von Thieren, die ohneNerven sind; sie bleibt, wenn das Gefühl vertilgt,.Her Nerve gebunden, der Darm oder das Herz aus