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standen sind, und in vielem allerdings! etwas ähnlichesgehabt haben. Ich will versuchen, ob ich ohne derEitelkeit alles zu erlauben, von mir selber werde spre-chen können.
Der Herr von Hagedorn ist in eben dem Jahre,aber sechs Monate früher als ich, gebohrcn. Beydekamen wir in eine Zeit, da die Dichtkunst aus Deutsch-land sich verkehren hatte. Denn Brokes und Pietschhatten einzelne, und jener zuweilen grosse Schönhei-ten, er überlies sich aber allzusehr der unendlichenFertigkeit, mit welcher ihm die Reime aus der Federgiengen. Beyde wurden wir sorgfältig erzogen; ichwurde aufs strengste zur Arbeitsamkeit und zur Ord-nung angehalten, und Homer war mein Roman imzwölften Jahre. Beyde hatten wir das Unglück Wai-sen zu werden, und mich traf es harter, weil manmich völlig mir selber überlies. Beyde dichteten früh,und ich schrieb eine Unendlichkeit von Versen vonallen Arten, ehe ich fünfzehnjährig wurde; meineBegierde war unersättlich; ich ahmte bald Brokes,bald Lohenstein, und bald andere niedersächsisch«Dichter nach, indem ich eines von ihren Gedichtenzum Muster vor mich nahm, und ein anderes ausar-beitete, das nichts dem Muster nachgeschrieben,und doch ihm ähnlich seyn sollte. Der Herr von Ha-gedorn kam doch noch in ein Gymnasium, ich aberwagte es An. 17-;. auf die hohe Schule zu gehn.