IV.
Ueber die Staatswirthschaft.
I. deicht das Klima trägt zu den edlern Eigenschafteneines Volkes das Meiste bey; wie Montesquieumeint, sondern die Religion. Der Zustand der Wis-senschaften , die Regierung, die friedlichen und ge-segneten, oder die kriegerischen und unterdrückendenUmstände wirken vorzüglich auf den Geist einer Na-tion , womit sich noch andre Ursachen mit verbindenlassen. (17^9. S. 22.)
II. Die Menge des nützlich beschäftigten Volkesist der wahre Reichthum der Länder; alles also, wasder Vermehrung durch die Ehen entgegen steht, istein wahres Verderben eines Landes. Das Volk aberkann sich nicht vermehren, wenn die Verehlichten nichteine zuverlässige Nahrung für sich und ihre Kindererwerben können. Dieses ist nicht möglich, solange das Land in ungeheure Höfe vertheilt ist, de-ren jeder nur eine Familie nährt, ihr aber wegenseiner Grösse zur Last gereicht, und sie zwingt, ausMangel genügsamer Hände, mit Dienstboten dasLand zu bauen, die sich wenig oder gar nicht vereh-lichen. — Ein Bauer der kein eigen Land hat, ver-läßt das Land, oder stirbt unbeerbt, als ein Soldatoder als ein Knecht, und sein Stamm stirbt mitihm aus. Zwey Gesetze würden diesen Uebeln abhel-