24T
dein Wort, die lebendige Hoffnung der Selig-keit. Amen.
8 Aug. In 24 Stunden hat sich mein Zustand zehn-mal verändert. Gestern war ich aufgeräumt,heute halb eitel und weltlich; darauf unwilligund bemüht; nun wieder stille und munter, undzum Christenthum etwas aufgeweckter durch guteBücher. Es f eint bey mir am Gebete zu feh-len, wozu ich eine grosse Schläfrigkeit fühle.O Herr! auch diese ist fündlich und deiner Rei-nigkeit zuwider So erbarme dich, und giebEifer, Muth und Wachsthum im Guten. Dennstille stehen, ist wie du weist zurückgehen.
ro Aug. Traurigkeit nach dem alten Menschen, Schlaf-rigkeit nach dem neuen; kein rechtes Gebet Grollund Verdruß über nichtswürdige Dinge. Elen-der Zustand! Wenn das Aeussere und Innerebeyde ohne Trost sind, wenn man nach einemunglückseligen zeitlichen Leben noch ein ärgeresin der Ewigkeit zu gewarten hat. O Vater!straft hier und schone dort! Bekehre mich zu dir,und gieb mir deinen Frieden, der höher ist dannalle Vernunft!
i;Aug. Gestern ist mir durch weltliche Gesellschaftder Sinn solchergestalt vereitelt worden, daß ichden ganzen Tag und heute fast nichts Gutes zudenken, vermögend gewesen. Unnütze Gesellschafthat solche Wirkung, sie hilft auch nicht einmalim Leiblichen, sondern vergrößert nur die LeereV. Hallers Tageb. Th. II. Q