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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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Jahrhunderte» das heutige Persien, und die nochneuern Empörungen unter den Ottomannen, dienenzum Beweis, wie wenig die Armeen einen Fürstenbewahren können, wo einmal das Band zwischen ihmund seinen Unterthanen gebrochen ist. Der »überalleingerissene Bau des Staates wird bald fallen, undein Arbaces, ein Mahmud, ein Galba, der philoso-phischen Monarchie ein Ende machen. Sardan Pul,Nero und Borgia waren demetrische Weltweise undFürsten, in der Theorie und Paxin.

Alle diese Züge sind der Natur nach gemalt, undihre Farben haben noch bey weitem nicht ihre behö-rige Lebhaftigkeit. Ich habe zu Rom, zu Algier,in Persien und auch wohl näher, die Urbilder dieserBeschreibung gefunden.

Ich glaube, es sey genug erwiesen, daß dieseneue Weisheit der Untergang des gesellschaftlichenLebens seyn wird. Da sie einem jeden Menschensein einziges Glück, und zwar sein blos sinnliches Glück,zum Zwecke giebt, so erregt sie eine unendliche Wider-strebung in den Kräften aller Menschen, da ein jederdie seinigen gegen alle andre anspannt, und muß alsoden allgemeinen Zustand der Feindschaft und des Krie-ges einführen, den Hobbes sehr aufrichtig schon er-kannt hat, und der nicht eher aufhört, bis der GlaubeFriede macht.

Der Glaube thut gerade das Gegentheil des Un-glaubens. Alle die Kräfte, die Willen, die gegen-