einander streiten, verbindet er in einem Mittelvunkte,in Gott. Nach seinen Gesetzen sollen wir Gott überalles, und den Nächsten lieben wie uns selbst. Wasfür ein unendlicher Reichthum von Weisheit, unddas Glück der Welt befördernde Güte!
Wir sind, nach der Offenbarung, nicht für dieseWell bestimmt; ihre Güter sind eine Probe für uns;wir sollen sie mit einer beständigen Zurückhaltung ge-messen, die uns bewahrt, unser Herz daran zu han-gen. Wir müssen sie verlassen. Wir sind bestimmtin eine Geisterwelt überzugehen, woraus die Wollüstedes Leibes verbannet sind, und in welcher wir, alsniedrige und aus Gnaden verklärte Geschöpfe, in derGegenwart Gottes, und taufend weit herrlichererWesen als das misrige, den Trieb der Ehrsucht aus-ziehen müssen.
In dieser jezigcn Welt sind wir alle Vrüder, eSist uns anbefohlen, gegen den Nächsten alles das zuthun, was wir gegen den unendlich belohnendenGott thun würden, wenn er in menschlicher Gestalterschiene, und unsrer Hülfe bedürftig wäre; eine Vor-stellung , die allen Reiz menschlicher Beredtsiunkeit anRührung übertrift.
Aus diesen kurzen Grundgesetzen fiicssen alle bür-gerliche Tugenden, und, wenn sie befolget würden,die Glückseligkeit der Welt, ungezwungen und dennochnothwendig.