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18. Der Hexameter und Pentameter (bestehend aus Daktylen und Spvndeenoder Trochäen) H 115. S. 348 sf.
19. Der aristophanische Vers (st ^ ^ ^ ^ st.
20. Der Trimeter (bestehend auS 6 Jamben: ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ Z
S. 315 und 320.
21. Der anakreontische Vers ^ ^ , v>).
st. Antike Strophen.
K 160., Die küistvste antike Strophe: das Distichon und dieSysteme verschiedener Takte.
1. Die kürzeste antike Strophe bestand nur aus 2 Zeilen.
2. Ihr folgten die Systeme verschiedener Takte, zu denen dieluetischen, (lyrischen) Strophen gehörten.
3. Über Vereinigung mehrerer Distichen zu Strophen vgl. § 115. 0.S. 359.
1. Das Distichon kann bestehen:
a. aus Hexameter und Pentameter. Dieses nannte man das elegische,epigrammatische Distichon. Beispiele stehe H 115. S. 359;1. aus Hexameter und dem jambischen Trimeter; dies war daspythiambische Distichon. Beispiele s. H 115. v. d. S. 360;e. aus Hexameter und dem archilochischen Verse — archilochischesDistichon. Beispiele s. H 115. O. S. 361, sowie in Geibelsklassischem Liederbuch S. 179;
ä. aus einem kleinen asklepiadeischen und einem glykonischen Verse ^asklepiadeisches Distichon. Klopstock, der Begründer einergroßen Schule, besten Studium wir unseren Dichtern dringendempfehlen, hat dieses Distichon in unsere Litteratur eingeführt.(Geibel giebt im klass. Liederbuch S. 128 zuerst den glykonischen,dann den asklepiadeischen Vers.)
Beispiel:
Wen des Genius Blick, als er geboren ward,
Mit einweihendem Lächeln sah. (Klopstock.)
s. aus zwei größeren asklepiadeischen Versen — großes asklepia-deisches Distichon.
Beispiel:
Hüllt einst Tod dich in Nacht, wirst du in Staub liegen und nimmermehrWird dein kommende Zeit denken; es blühn Rosen ja nimmer dir.
(Fragment der Sappho.)
Ein weiteres Distichon bildete noch Voß aus einem pherekratischen undeinem glykonischen Verse; ferner Geibel aus einem sechstaktigen und einemviertaktigen Jambus (klaff. Liederb. 119) u. s. w.