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Erster Band.
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Schemata:

fallende:

steigende:

schwankende:

schwebende Takte

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104 . Verhalten der antiken Maße ;mn deutschen Versbau.

Von den fremden Maßen eignen sich nur Jambus, Trochäus,Daktylus, Anapäst und zum Teil der Spondeus für unseren deutschenVersbau. Die übrigen antiken Metren konnten sich im Ganzen trotzaller Bemühungen selbst namhafter Dichter einen bleibenden Eingangin unsere Poesie nicht verschaffen, da sie meist mit unseren Betonungs-gesetzen in Widerspruch treten.

Wenn wir uns nicht in fortgesetzter Drehung und Verrenkung von Satz-takten gefallen wollen, so können wir nur jene fünf Metren für unsere Spracheacceptieren, denen unsere Satztakte freiwillig und ohne Künstelei sich anpassenlasten. Es hieße unserer Sprache entsetzlich Gewalt anthun, wollten wir ihreBetonungsgesetze dem rhythmischen Versaccent zum Opfer bringen. Wir würdenVerse mit solcher Betonung erhalten:

Der Richter, j der ruh ! tet, die j nicht ge j richtet sün I digen.

Selbst Platen muß dem Versrhythmus zu lieb betonen (in: Hirte und

Wnzcrin): nackgiebt, gleichgültig, nachfolgen u. s. w. (vgl. hierzu Z 74^). Wennman auch zugiebt, daß Kürzen den Vers lebendig machen, und daß z. B. derAnapäst munterer ist als der Jambus, der 3. Päon lebhafter als der schlaffeAmphibrachys rc., so kann man doch nicht verkennen, daß ein ganzes Gedichtin antiken Metren geschraubt erscheint und der in der Sprache begründetenBetonung großen Zwang anthut.

Vergleichen wir unsere Sprache mit der griechischen, so begegnen wir dortlangen und kurzen Silben in Fülle, während bei uns die Silbe nur durchBetonung lang wird (8 80). Dagegen finden wir bei uns einen außerordent-lichen Reichtum an Trochäen und Toppeltrochäen, aber entschiedenen Mangel anJamben und Toppeljamben, Überfluß an einsilbigen Wörtern und Mangel andreisilbigen; endlich Mangel an Spondeen und Überflliß an Daktylen, welch'

letztere sich durch Flexion oder Steigerung vermehren lasten (z. B. männliche.