Band 
Erster Band.
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teils Ausdruck des deutschen Sprachrhythmus, teils bilden sie Volks-mäßig-geläufige Proben der einzelnen Gleichklangsformen:

u. Reimlose, die Gewalt des deutschen Sprachrhythmusbekundende, sprichwörtliche Formeln:

Beispiele: Anfang und Ende, Donner und Blitz, Ebbe und Flut, Grundund Boden, Hab und Gut, Haut und Knochen, immer und ewig, Kampf undStreit, lauter und rein, Mark und Bein, nackt und bloß, Ochs und Esel,Pauken und Trompeten, Qual und Plage, Schloß und Riegel, Schnee und Eis,Treu und Glauben, Vater und Mutter, Wasser und Brot, Zwerg lind Riese,zittern und beben. (Vgl. die sprichwörtlichen Formeln der deutschen Sprache inHerrigs Archiv für das Studium der neueren Sprachen Bd. 48, 435; 49, 139;50, 83; 51, 195; 52, 61; 54, 55 sf. Ferner die vollständigere Vorführungderselben in Sanders Abriß d. deutsch. Silbenmessung rc. Berl. 1881.)

b. Sprichwörtliche Formeln der Vokalischen Allitteration.

Beispiele: arm und elend, arm und alt, Augen und Ohren, außen undinnen, auS und ein, Ecken und Enden, oben und unten.

e. Sprichwörtliche Formeln der konsonantischen Allitte-ration.

Beispiele: Bauer und Bürger, Bausch und Bogen, backen und braten,biegen oder brechen, bitter und böse, blitzblau, braun und blau, durch dick unddünn, Donner und Toria, drauf und dran, frank und frei, Feuer und Flamme,Freund und Feind, frisch-sromm-fröhlich-frei, Fürst und Volk, Gift und Galle,ganz und gar, glänzen und gleißen. Glück und Glas, Gold- und Geldeswert,Griesgram, grasgrün, Haus und Hof, hehr und hoch, hin und her, Himmelund Hölle, Huhn und Hahn, jauchzen und jubeln, Kaiser und König, Kistenund Kasten, Kind und Kegel, Küche und Keller, Kreuz und Quer (Laut: kw),kurz und klein, Land und Leute, je länger je lieber, Leib und Leben, Leidund Lust, Lieb und Leid, Liebeslust, loS und ledig, Mann und Maus, müdund matt, Nacht und Nebel, Nahrung und Notdurft, nie und nimmermehr,null und nichtig, nun und nimmer, prahlen und prunken, Rast und Ruh,Roß und Reiter, Röslein rot, rosenrot, sagen und singen, Sammelsurium,Sammet und Seide, sanft und selig, Schimpf und Schande, Schand und Spott,Schirm und Schutz, Schloß und Schlüssel, Stecken und Stab, Stahl und Stein,starr und steif, Stock und Stein, Stumpf und Stiel, süß und sauer, Dichtenund Trachten, Tod und Teufel, trüb' und traurig, Thür und Thor, wann undWarum, Witwen und Waisen, Wind und Wetter, Wehr und Waffen, Weinund Weib, Wissen und Gewissen, zart und zierlich, zimperlich und zärtlich,ziehen und zerren, zittern und zagen, Zins und Zoll, Zucht und Zier.

ck. Sprichwörtliche Formeln der Assonanz.

Beispiele: L.-Assonanz. Acht und Bann, er aß und trank, Kraft undGewalt, Land und Sradt, Martern und Qualen, Wall und Graben, älter undkränker, lü-Assonanz. Derb und fest, Scherz und Ernst, Herr und Knecht,