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Ich bringe auch dir den Frieden. ^Komme herab, daß ich dich herzen kann." ^In diesem Augenblicke schielte derHahn nach der Leite. Als der Fuchsnach dem Grunde fragte, antworteteder Hahn: „Halt, Greis und Bellard, ?die Hunde, welche du kennst, sehe ichdaher kommen." § Da ergriff der Fuchsdie Flucht: „Was ficht dich an?" riefihm der Hahn zu. 1 „Gar nichts,"erwiderte der Fuchs im Davonlaufen,„der Streit ist ganz gewiß zu Ende,aber ich fürchte, daß die Hunde noch lnicht davon unterrichtet sind." j
Ich selber trag' ihn dir von allenFüchsen an.
O Freund komm' bald herab, daß ichdich herzen kann!
Wie guckst du so herum! — Greif, Haltund Bellard kommen,Die Hunde, die du kennst! versetzt ver-alte Hahn;
Und als der Fuchs entlauft: Was,fragt er: ficht dich —Nichts, Bruder! spricht der Fuchs: derStreit ist abgethan,Allein ich zweifle noch, ob die es schonvernommen.
Aufgabe 2. Eine zweite Fabel im jambischen Rhythmus istzu bilden. Man möge Alerandrinerverse wählen. Zuweilen kannauch ein fünf-, vier- oder dreitaktiger Vers eingesägt werden,da die Pansen in Anrechnung gebracht werden dürfen.
Die Milchfrau.
Stoss. (Nach Lafontaine's bekannter Fabel.) Eine Bauersfrau, geliebtvon ihrem Planne und gesund an Leib und Seele, ging am frühen Morgenzur Stadt. Auf ihrem Köpfe trug sie einen großen Topf mit vier Stäbchensüßer Milch. Sie eilte, denn sie wollte die erste Milchverkäuferin in den Straßender Stadt sein. Sie dachte bei sich: Die erste Milch ist teuer, und wennich Glück habe, nehme ich mindestens sechs Groschen ein; für diese kaufe ichfünfzig Eier; diese geben fünfzig Hennen, davon verkaufe ich soviele, als fürden Ankauf eines kleinen Schweines nötig sind. Wie glücklich macht derGedanke, meinem Manne eine Freude zu bereiten! Wie mag er ausschauen,wenn das Schwein erst gemästet sein wird und ich dafür eine Knk mit einemKälbcben erhandeln kann. TaS Kälbchen will ich täglich auf die Weide bringen:„Hei," rief sie und that vor Freude einen Sprung. Sie wollte sägen: „Hei,wie lustig wird es hüpfen und springen!" Da lag auch schon der Topf inScherben am Boden. Mit Schrecken sah sie alle ihre Pläne vernichtet. EineWeile betrachtete sie sprachlos die weiße Milch auf dem schwarzen Boden.Tann wandte sie sich weinend der Heimat zu. Der Mann beruhigte sie, indemer sie ermähnte, keine Lustschlösser zu bauen. „Das wahre Glück", so setzteer bedemungsvoll hinzu, „besteht in der Zusriedenheit."
Lösung. Von Gleim.
Aus leichten Füßen lies ein artig Bauernweib,
Geliebt von ihrem Mann, gesund an Seel' und Leib,