Band 
[Erster Band]
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Gefecht dieser Kriege ist der Kampf in der Vorstadt vonParis St. Antoine. Im Juli 1652 stießen hier die Truppendes ' Königs unter der Führung Turenne's und die desPrinzen Conds zusammen: verhältnißmäßig kleine Massen,aber an ihrer Spitze die vornehmsten Adligen des Landes,Prinzen, Herzöge, Edelleute, die hier Degen mit Degenim Einzelkampfe kreuzten. Conds mit den Seinen wäreverloren gewesen, wenn Marie von Montpensier, die Cousinedes Königs, die einzige Tochter Gaston's von Orleans,die in Paris weilte, sich nicht in der letzten Noth für ihnentschieden hätte: sie ließ die Kanonen der Bastille gegendie königlichen Truppen richten und die Thore der Stadtdem Prinzen öffnen. Die Memoiren der Zeit, die derHeldin voran, der Frau von Motteville, des Herzogs vonLarochefoucauld, der auf der Barrikade verwundet wurde,sind voll von dieser That. Das Fräulein von Montpensierzählte damals fünf und zwanzig Jahre, eure entschlossene,ehrgeizige Dame, die am liebsten ihren Vetter, den vierzehn-jährigen Ludwig XIV., geheirathet hätte. Mazarin fülldarum bei dem ersten Schuß, der von der Bastille siel, aus-gerufen haben: „Dieser Schuß tödtet ihr den Gemahl."Eine Anekdote, die wohl einen Dichter herausfordern konnte,sie durch seine Darstellung zu vertiefen und zu verklären.Dieser Kanonenschuß der Bastille, abgefeuert auf den Be-fehl der Prinzessin, ist das einzig Historische in Brach-vogels Drama. Mit einer Naivetät ohne Gleichen, alslebten wir noch zu Shakspeare's oder Lope de Vega'sZeiten, bemächtigt er sich der Thatsachen und der Helden.Er scheint gar nicht zu wissen, daß seine Heldin bände-reiche Memoiren hinterlassen: er verheirathet sie unbe-kümmert mit einem Gardekapitän Tarascon, den er zu