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lichsten der alltäglichste Ausdruck tritt- Prosa und halb-zerrissene Verse durcheinander irren, prägt auch äußerlichdies Streben nach dem Ungewöhnlichen aus.
Die Darstellung war im Allgemeinen, was zumeistdas Gesammtspiel, das Ineinandergreifen des Einzelnenzum Ganzen betrifft, eine lobenswerthe- Vortrefflich spielteHerr Karlowa im zweiten Akte den jungen König: soanmuthig, frisch, natürlich und doch wieder fürstlich, mansah gleichsam den Knaben zum Heldenjüngling aufwachsen.In den folgenden Akten mindert sich unsere Theilnahmefür den König und auch der Künstler fühlte sich nicht mehrso frei und leicht. Fräulein Erhartt hat als PrinzessinMontpensier die gefährlichste Aufgabe des Stücks: dieEntwickelung eines einfachen Mädchens zur tragischenHeldin, nur daß diese Entwickelung nicht, wie bei Juliaund Gretchen, die Liebe, sondern die Rache vollzieht. Inden Höhepunkten ihrer Rolle, im dritten und vierten Akte,überraschte die Künstlerin durch die Wahrheit und Kraftihres Spiels. Herr Berndal ist zum Taraseon nichtjugendlich genug, seine Formen find zu schwer; ein vor-trefflicher Gardehauptmann und Bastillestürmer, aber keinguter Liebhaber. Die weichen Töne allein machen dochkeinen Taraseon oder Max Piceolomini aus. Herr Kaisererinnerte uns au Alles eher als an den edlen MarschallTurenne und Herr Dessoir Sohn war nicht der großeColbert, sondern Schmock aus Freytag's „Journalisten",dem man die Brillanten weggestrichen. Die Aufnahmevon Seiten des Publikums war eine beifällige, die Haupt-darsteller und der Dichter wurden wiederholt gerufen.