Band 
[Erster Band]
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garethe Dietrichstein, verlassen und sich nach Italien be-geben. Seine tiefe Verstimmung steigert sich bis znr Ver-zweiflung und zum vollkommenen Lebensüberdruß, als erhier, in Modena, durch einen unglücklichen Zufall seinenFreund Manzani im Tnrnierspiel tödtet. Er eilt nachRom, trifft dort mit der Königin Christine von Schweden,au deren Hofe zu Stockholm er eine Zeit lang gewesen —sie hat ihn übrigens damals in ihren Amaranthenordenausgenommen — zusammen und wird von ihr, die ihn liebt,und von den Jesuiten, die ihn zum Cardinal der römischenKirche machen wollen, in seinem Entschluß bestärkt, niewieder nach Oesterreich an die Spitze seines Heeres zurück-zukehren. Der Gegensatz zwischen Christine und ihreni je-suitischen Secretär Antonio Marsedo, die den „neuenAchilles" in träger Muße in Rom zurückhalten wollen,und dem jungen Max von Wolffen, einem Rittmeister imRegiment Montemculi — noch entscheiden die Eisenreiter,wie die Cromwells - Schlacht bei Marston-Moor so die. Schlachten gegen die Türken — der den General mit sich zuführen und in den Kampf fortzureißen sucht, bildet den In-halt des Stücks; Montemculi ist nur das Rohr, das vonverschiedenen Empfindungen rathlos hin- und hergebogenwird: eine lässige, trübsinnige Natur, nach dem Vorbildeder Weisungen und Clavigo's, welcher der Zuschauer wohleinen großen Reiz für die Frauen, aber nichts Gefährlichesfür die Türken zutraut. Der Conflict, in den er gestelltist, erscheint für einen Helden zu klein und für ein drei-aktiges Drama nicht ausgiebig genug. Wenn ein Generalin Ruhestand einen Officier seines Regiments wiedersieht;von ihm die Noth des Vaterlandes und die Sehnsuchtaller Kameraden, ihn wieder an ihrer Spitze zu haben, ver-