Band 
[Erster Band]
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Manzani tödten, um seinen Schatten beständig als Schreck-gespenst gegen Montecuculi heraufbeschwören zu können.Als nun der Gras „lebendig" auftritt und in des Freun-des Arme stiegt, ist die ganze ärmliche Intrigue zerstört.Mit dieser Geschichte ist eine andere verknüpft, die nochunwahrscheinlicher berührt: Gräfin Margarethe Dietrich-stein ist ihrem Verlobten in Mannskleidern gefolgt unddient der Königin Christine als Page Giulio — umge-kehrt, wäre richtiger gewesen, Christine gefiel sich in Manns-kleideru. So viel Lärm, Bewegung und Romantik, derin dem wunderlichen Diplomaten Jvsias von Mathei auchdas komische, in einem Bilde von Salvator Rosa: Achillesauf Skyros, das künstlerische Element gegeben ist, um eineFabel, die nur eine einzige Situation darbietet, zu einemdreiaktigen Drama aufzubauschen! Der Stoff ist ebenarm, alle bunten Flitter darum machen ihn nicht reich.Die verdrießliche, schwermüthige Stimmung Montecuculi'sist kein dramatischer Conflict; wie sie ihm äußerlich ange-flogen, wird sie durch äußerliche Mittel wieder vertrieben.Der todtgeglaubte Freund ist nicht todt, die verlassene Ge-liebte in seiner unmittelbaren Nähe — Vorwärts! ruft beidiesen Enthüllungen Montecuculi, dann bin ich wieder Soldat.

Besser als die Fabel sind dem Dichter die männlichenCharaktere gelungen: der brütende, schwärmerische Monte-cuculi; der jugendlich verwegene, warmblütige Max; derverschlagene, tiefsinnige Marsedo mit seinem Anfing vonMacchiavelli heben sich gut von einander ab. Schwächersind die Frauen gerathen, sie kommen über Bühnenprin-zessinnen nicht zur Wahrheit und Natürlichkeit hinaus. Ambedenklichsten ist es um das Christenthum Christinens be-stellt. Die Gründe, um derentwillen sie im Drama zur