Band 
[Erster Band]
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wird die Geschichte noch durch einen zweiten romantischenZufall. Der junge Fürst des Landes, Durchlaucht vonSulzingen — ein entfernter Seitenverwandter des regie-renden Hauses, der durch plötzliche Todesfälle in derFamilie zur Herrschaft gelaugt ist — will unerkannt seinLand erst bereisen, ehe er die schweren Pflichten desHerrscheramtes auf sich nimmt, und kommt ebenfalls nachKieferthal. Nun ergeben sich die ergötzlichsten Verwechse-lungen. Die Badegesellschaft erweist sich von einer rührendenEinfalt, man denkt immer an die Anekdoten, die uns unsereGroßmütter von ihren Reisen nach Freienwalde und Dresdenerzählten. Zuletzt endet das Ganze in einer Bekehrungder jungen Frau von ihren romantischen Grillen, die frohist, nachdem sie sich für eine Sängerin hat ausgeben müssen,für die Geliebte des jungen Fürsten gehalten worden istund beinahe „per Schub" über die Grenze von Sulzingeugebracht, worden wäre, sich wieder als Frau von Schmett-witz auf langweiligem, aber festbegründetem Boden zufinden. Hat man in geneigter Laune dem Dichter einmaldie bedenklichen Unwahrscheinlichkeiten des Aufbaues zu-gegeben, sich mit ihm durch das Waldgestrüpp und denPlatzregen — durchaus epische Momente, die sich dennauch in dem Wandel der Decoration, dem Hin- und Wieder-täufer! der Figuren, dem Leerbleiben der Scene im erstenAkte offenbaren — muthig hindurchgearbeitet, so wirdman dem Fortgang des Spiels mit Ergötzen folgen. In-mitten des hochromantischen Rahmens bewegt sich Allesnatürlich: der Badearzt und der Badecommissär, der Kellnerund die Gäste, der Backfisch und die alte Jungfer als Vor- ^steherin einer Mädchenpension gehören ebenso der Wirk-lichkeit wie der Welt der Bühne an. Der letzteren viel-