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leicht noch mehr als der ersten. Denn sie besitzen jeneunbeschreibliche Harmlosigkeit, die ach! in keinem Kiefer-thal mehr zu finden ist und nur noch in dem Wolkenheimder deutschen Komödie ihr behagliches kritikloses Daseinfristet. Aber dem Dichter ist es gelungen, sie einmalwieder hübsch abzukonterfeien und in Bewegung zu setzen.Die Handlung der drei letzten Akte ist geschickt verflochten,durch eine Fülle drolliger Einfälle und Einzelheiten in be-ständigem Fluß erhalten. Dieser Strom ist nicht tiefund es fehlte viel, daß sich in feinen Wellen ein Aus-schnitt der Welt abspiegelte, aber für Kieferthal ist ergroß genug. Wichert besitzt ein gutes Auge für die Beob-achtung des Kleinlebens, der kleinen menschlichen Schwächenund Abirrungen; in seinem Wesen liegt ein gemüthlicherZug, der seinem Witz von vornherein die Schärfe raubt,ihm aber dafür scherzhafte Munterkeit leiht. Die Gestaltenentbehren der tieferen und bestimmteren Individualität undfind bekannten Schablonen nachgezeichnet, allein sie sehenuns alle so freundlich und in sich seelenvergnügt au: thu'du mir nichts, ich thue dir auch nichts! Ja, wer wollte,wer könnte da ernsthaft bleiben! Wir alle können dochnicht auf der Bühne und im Zuschauerraum das neu er-fundene „ethische Kunstbanner" schwingen, an dem einenGeorg Köberle ist's genug: ich für mein Theil lachegern und wäre es selbst über eine Dummheit. In dieseheitere Stimmung versetzt uns Wichert, was um so größereAnerkennung verdient, da es ohne Zwang und Aufwendungkünstlicher Mittel geschieht. Hier und dort vermißt derfeinere Gaumen freilich nicht nur den berufenen französi-schen Cayenne-Pfeffer, sondern sogar das gemeine Salz.Im Ganzen eine unterhaltende Komödie, im Stil und in