Band 
[Zweiter Band]
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betonten Figuren, deren unfreiwillige Komik niemals ihrechtes und gutes Wesen beeinträchtigt, wird der Künstlerdurch die bescheidene Weise seines Spiels in jeder Hinsichtgerecht. Da ist nichts, was nicht mit den anderen Zügen,mit dem Ganzen zusammenstimmte; nichts, was mananders wünschte. Selbst wo man aus der Lectüre sicheine andere Vorstellung gebildet, weiß uns Herr Ober-laender bald von der Richtigkeit und Zweckmäßigkeitseiner Darstellung zu überzeugen. So hat er auch denOekonomierath mit einer Fülle lebenswahrer Nuancenausgestattet. Herrn Karlowa ist der unglückliche GustavHolm weniger geglückt, als der problematische Werner. Esfehlten ihm die lyrische Weichheit und die Verschwommen-heit, die für diese Figur nöthig sind. Er ist in Spracheund Bewegung zu hastig, nicht träumerisch genug. Ambesten gab er sich, in frischer Natürlichkeit, im ersten Akte.Fräulein Wiehler hat aus der naiven Tony eine koketteLisette, aus dem jungen Backfisch, der sich in seinen Zeichen-lehrer verliebt hat, eine gewandte Kammerjungfer gemacht.Die weltschmerzliche, unglücklich glücklich liebende Evelinehat Fräulein Meyer uns amnuthig liebenswürdig näherzu rücken gesucht. Ihre kleinen Rollen haben FrauFrieb-Blumauer (Madame Steiner) und Herr vonHoxar (Wilhelm Steiner) mit lobwürdiger Gewissen-haftigkeit durchgeführt. Herr Krause (Valentin) warzu steif und zu trocken, ich denke mir einen Jnsekten-Präparator und einen Thier-Ausstopfer krauser undwunderlicher.