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in der Tiefe erregt, der Eindruck bleibt flüchtig und ober-flächlich. Es ist nicht der Spieler und das Spiel, die wirverurtheilen, es ist ein schwacher, haltloser Mann im Kampfmit der erbärmlichsten und der grimmigsten Noth, mit demHunger, den wir beklagen. Jffland zeigt uns von vorn-herein den geschlagenen, ausgeplünderten Spieler, undwenn dieser Bedauernswerthe endlich einmal als Croupieran der Bank eines falschen Spielers ein Paar Thalerergaunert hat, so ist das freilich, wie Wällenfeld emphatischruft: „Champagner mit Thränen!" Zu dieser Kleinlich-keit in der Auffassung und Schilderung der Leidenschaftkommen die Müngel, die allen Jffland'schen Schauspielenanhaften: der übetriebene Edelmuth und die Empfindsam-keit in den unteren, die Hartherzigkeit, die Geldgier undder Uebermuth der höheren Stände; eine Darstellung derLebensverhältnisse, die weder dem Ideal noch der Wirk-lichkeit entspricht. Scenen wie die, welche im Hause desGeheimrath von Wällenfeld spielen, tragen den Stempelder Unnatur für uns um so schärfer an der Stirn, jegenauer wir alle in der Beobachtung des Lebens und dergesellschaftlichen Formen geworden sind. Das Verblaseneund Matte der Charakterschilderung, die immer nur Mittel-mäßigkeiten und niemals hervorragende Charaktere wähltund damit der ganzen nüchternen Nicolai'schen Weltan-schauung entspricht, steht unvermittelt neben stark aufge-tragenen theatralischen Effekten, in denen sich der kundigeund erfahrene Schauspieler verräth. Dagegen sollen auchdie Vorzüge nicht verschwiegen werden. Eine einfache unddoch Wechselreiche Handlung zieht uns an; in der einen undder andern Figur tritt uns das Leben vor hundert Jahrenfrisch und eigenthümlich entgegen, der alte abgefeimte