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das sie einschlugen, fand an der Behäbigkeit und Bre'te,mit der sich die Anderen gaben, ein Hinderniß, und dieGesammt-Darstellung verlor dadurch jene Geschlossenheitund stilvolle Harmonie, an die das Aeußere, Ausstattungund Umgebung die Zuschauer gewöhnt hatten. Gerade diemalerische Vollendung machte höhere Erwartungen rege, alssie das Spiel schließlich befriedigte. Einem geschickten Re-gisseur müßte es indeß gelingen, auch mit den vorhandenenKräften eine größere lebendigere Beweglichkeit zu erzielen,in Petrncchio den Geist des Humors zu erwecken und Gremio.der viel zu ernsthaft den verliebten Alten spielte, zu einerwahrhaft komischen Figur zu machen, bei uns versteht HerrBaumeister durch das bloße Nicken seiner Hutfedern dieserGestalt einen so drolligen lächerlichen Zug zu geben, daßkein Mißmuth ihm widerstehen kann. Sehr lebendig undmunter gab sich Fräulein Ellen Franz als Katharina, die seitihrem Gastspiel aus der Berliner Hofbühne im Jahre 1864ihr unmuthiges Talent auf das Glücklichste ausgebildet hatund für das Conversationsstück, nicht nur aus diesem kleinenTheater, eine Perle ist. Macht sich hier und dort auch derMangel einer in allen Stücken bedeutsam angelegten schau-spielerischen Originalität geltend, so ersetzt ein seingebildeterGeist, ein sicheres Gefühl des Schönen, eine liebenswürdigeHeiterkeit und eine freie Anmuth in Haltung und Bewe-gung für solche Rollen ausreichend diesen Mangel.
Noch ungleich gelungener als die Aufführung der„bezähmten Widerspenstigen" war die des „Julius Cäsar".Wenn die Einrichtung des Shakspeare'schen Trauerspielsauf den größeren Theatern annähernd die Mustergültig-keit und Lebenswahrheit der hiesigen erreichte, der Eindruckmüßte bei den stärkeren Massen, die auf dem breiteren