Band 
[Zweiter Band]
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und tieferen Bühnenraum wirken könnten, bei den be-deutenderen schauspielerischen Kräften, über die man ver-fügt, ein geradezu überwältigender sein. Im Großen undGanzen ist man von der Laube'schen Bearbeitung des„Julius Cäsar" nicht abgewichen; aber man hat mit Glückeinige Scenen, die sie gestrichen hatte, dem Ganzen wiedereingefügt. Das Stück wird mit der stürmischen Scenezwischen den Tribunen und den Bürgern eröffnet: dieBürger wollen den feierlichen Festzng Cäsar's sehen, dierepublikanisch gesinnten Tribunen heißen sie den Platzräumen. Mitten in diesen Lärm hinein tönen die Trom-peten, die das Nahen Cäsar's verkündigen. Dadurch trittdas Volk, das in diesem Trauerspiel zu einer so hervor-ragenden Rolle berufen ist, gleich in den Vordergrund derHandlung; während das Auftreten der beiden Tribunenallein gar keinen Eindruck hervorbringt, giebt dies Brausenund Wogen der Masse von vornherein den Zuschauerndie richtige Stimmung. Eine andere treffliche Einfügungist die des Poeten Cinna. „Schlimm", erzählt Plutarch,„erging es einem gewissen Cinna, einem Dichter und FreundCäsar's. Dieser hatte in der letzten Nacht geträumt, erwäre von Cäsar zu einem Gastmahl geladen, und als erdafür dankte, habe ihn Cäsar trotz seines Widerstrebensan der Hand fortgezogen. Wie er nun hörte, daß Cäsar'sLeiche auf dem Forum verbrannt wurde, wollte er dabeinicht fehlen, obgleich ihm sein Traumgesicht verdächtigvorkam und er zudem das Fieber hatte. Einer aus derMenge, der ihn sah, fragte einen Andern nach seinemNamen und sagte ihn dann einem Dritten; im Nu ver-breitete es sich, er sei einer von den Mördern Cäsar's,man stürzte auf ihn zu und zerriß ihn mitten auf dem