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Melodramatische der Dichtung zum Ausdruck: so geben sieder Verspottung der Aerzte, dem burlesken und innerlichdoch so tragischen Spiel mit der Krankheit und dem Todein Moliöre's Komödie eine ganz unvergleichliche Ver-körperung. Bon all' ihren Darstellungen ist diese dievollendetste. Herr Weilend eck als Argan und Fräulein,Weidt als Toinette finden, so weit ich die deutschen Bühnenkenne, auch nicht ungefähr ihres Gleichen. Mit einer Fülleder drolligsten Züge stattet Herr Weilenbeck seinen Krankenaus; sein erster Monolog, die Zankscene mit Toinette, dasSpiel mit der kleinen Louison; sein Erwachen aus demScheintode, wenn ihm seine Frau den Geldkassenschlüsselstehlen will; das Lächeln, das trotz des angeblichen Todesüber sein Gesicht geht, als sich ihm seine Tochter weinendzu Füßen wirft — welche Wahrheit, welcher Humor indem Allen! Dies beständige Spiel hin und her zwischen wirk-licher und eingebildeter Krankheit bringt die ergötzlichsteWirkung hervor. In- dieser Schöpfung weht ein genialerHauch, er ist es, der das Publikum von den ersten Wortendes Schauspielers an in Mitleidenschaft setzt. FräuleinWeidt's Toinette ist jene Magd des Dichters, der er, derSage nach, seine Komödien vorgelesen haben soll: so zier-lich und so spitzbübisch, so frech und so drollig, ihre Grob-heiten durch ihr Lachen und ihre Anmuth mildernd, injedem Zuge Natur und sonnige Heiterkeit. In dem Zwischen-akt zwischen dem ersten und zweiten Akt — der Vorhangfällt nicht — hat sie nichts zu thun, als das Bett unddas Zimmer zu ordnen und dies stumme Spiel alleinbrachte ihr den lautesten Beifall; selbst die Superklugen,die zuerst die Nase gerümpft, mußten zuletzt mit den Anderenlachen. Die übrige Besetzung: Fräulein Schmidt (Be-grenzet, Dramaturgie. II. 9