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linde) — trefflich in ihrem Aufschrei, als der todtgeglaubteArgan auffährt, Fräulein Pauli (Angelique), eine zier-liche Erscheinung, die Herren Chronegk (Thomas), inder drolligsten Weise einen unausgewachsenen jungen Men-schen spielend, Hellmuth-Bräm (Beralde), Richard(Cleanthe), Hasset (Diafoirus), Raupp (Purgon), Heine(Bonnefoi) bildeten ein Ensemble von feiner Gliederungund in einander greifender Wirkung. Wie bemerkt, dasPublikum kam aus dem Beifall nicht heraus, es empfandeben, daß in diesen Spielern etwas von Molwre^ Geiststecke, daß, wenn man klassische Werke aufführen will,man 'sie so aufführen muß — vorausgesetzt, daß man eintheilnahmvolles, angeregtes, hingerissenes Publikum habenwill. Nein, nicht der Schneider oder der Decorations-maler, nicht das vielberufene Kostümbuch unseres gelehrtenProfessors Weiß: daß sie Shakspeare und Moliare zuspielen verstehen, daß sie uns das Schauspiel des Dichtersvoll, rund und ganz geben: das ist das Geheimniß derMeininger.
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Montag, den 1. Mai, hat die Gesellschaftdes Meiningen'schen Hoftheaters ihr diesjährigesGastspiel mit dem großen historischen Ritterspiel in fünfAkten von Heinrich von Kleist: „Das Käthchenvon Heilbronn, oder: Die Feuerprobe" eröffnet.Heute, wo die „Meininger" zum dritten Male auf einerBerliner Bühne erscheinen, ist es nicht mehr nöthig, ihreKunstweise zu vertheidigen oder zu empfehlen, allseitigwird anerkannt, daß hier etwas Besonderes und Un-