Band 
[Zweiter Band]
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oben zu einem Plateau vereinigt und erweitert. Links dieGreife, rechts die Sirenen. Auf dem unteren Grund derBühne hingelagert auf hohen Postamenten die beiden Sphinxe.Hin- und herziehendes, bläuliches, wildes Wolkengewimmel.Außer diefen Gestalten erscheinen noch Nereus, Proteus,Chiron; ganz in der Tiefe der Bühne schattenhaft diePhorkyaden. Eine geistreiche Musik, die vor Allem denVersen der Sphinxe den eigenthümlichsten Ausdruck ver-leiht, begleitet, umschwebt, übertönt auch zuweilen dieeinzelnen Vorgänge und Reden. Das Opernhaste, dasZnsammenhangslose herrscht vor. Ohne eine Fülle mytho-logischer Kenntnisse, die ich wenigstens im Theater nichtbesitzen will und die überwiegende Mehrheit des Theater-pnblikums nicht besitzen kann, ist dieser Theil des Gedichtsunverständlich, ohne jenes tiefere Interesse, das der roman-tischen Walpurgisnacht die Erscheinung Gretchen's verleiht,und endlich, was das Schlimmste ist, ohne jeden ersichtlichenFortgang der eigentlichen Handlung. Dagegen steht derdritte Akt wieder auf der Höhe des ersten. Er enthältdie Geschichte der Helena in drei Abschnitten: in allenbleibt der untere und der mittlere Theil der- Bühne der-selbe, nur der obere wandelt sich: zuerst das Haus desMenelaus, dann die Burg Fünftens, zuletzt in die Wolkenragende Berggipfel. Um die Aufführung zu ermöglichen,hat der Rothstift freilich sein grausames Werk vollziehenmüssen. Die Euphorionscene ist sehr gekürzt, ebenso habendie Chvrlieder ihre schönsten Blüthen verloren. Daszweite Lied des Lynceus fehlt; der Ausgang des Aktesist fortgelassen und dafür ein Bacchuszug und ein Tanzder Mänaden und Bacchanten eingeschoben: die Versedes Dichters, die er einem Theile des Frauenchors in