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den Mund legt, sind somit in ein lebendes und bewegtesBild verwandelt worden. Auch so, trotz all' seiner Man-gel, bringt der Akt doch eine glänzende, märchenartigeWirkung hervor, die sich noch steigern würde, wenn diedritte Decoration statt kahler Felsen unten Oleander-,Rosen-, Myrthen- und Lorbeergebüsche, im mittleren GrundePinien und darüber schneeige Berggipfel zeigte; wennEuphorion nicht eine Treppe hinaufstiege, sondern anfangsauf einem Felsenpfad zwischen den Gebüschen emporwandelteund dann oben, scheinbar schwebend nach den höchsten Fels-gipfeln strebte. Der vierte Akt: die Schlacht, die Faustund Mephisto durch dämonische Kräfte dem Kaiser gewinnen;die Schenkung des Meerstrandes; das Gespräch zwischendem Kaiser und dem Bischof; das Auftreten der drei ge-waltigen Gesellen mit der Marketenderin Eilebente, besitztkeine fesselnde Kraft; man fühlt die Ermüdung des Dichters;dieser Theil des Gedichts ist 1831 ausgearbeitet worden.Eine immerhin bedenkliche Aenderung Otto Devrient's istfolgende; Faust spricht:
„Täuscht mich ein. entzückend Bild,
Als jugenderstes, längstentbchrtes, höchstes Gut?
Des tiefsten Herzens frühste Schätze quellen auf:
Aurorens Liebe, leichten Schwunges, bezeichnete mirDen schnell empfundenen ersten, kaum verstandenen Blick,
Der, festgehalten, überglänzte seden Schatz!"
Devrient hat Aurorens Liebe in Margarethens Liebe ver-wandelt. Der fünfte Akt ist bis zu Fünftens Tode unver-ändert gelassen, er gehört zu dem Großartigsten und Er-schütterndsten, was uns die deutsche dramatische Kunstbietet. Aber er verlangt, um zu einer vollen Wirkungzu kommen, mehr Raum und mehr Geld, als sie demWeimarer Theater zur Verfügung stehen. Links durch