Band 
[Zweiter Band]
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drei Stockwerke ragt der Palast des Faust auf; unten istdie hohe Pforte, durch deren Schlüsselloch die Sorgeschlüpft; darüber ein Fenster nach vorn; noch höher einBalkon mit Geländer, der nach der Mitte der Bühne vor-springt, darüber erhebt sich ganz im Hintergründe linksder zinnengekrönte Thurm, von dem herab Lynceus seinLied singt. Rechts oben ist die Hütte der beiden altenLeute, Philemon und Baueis, gedacht; tief unten dehntsich der Kanal aus, aus dem die drei gewaltigen Gesellen,an ihrer Spitze Mephisto, in der Barke einhersahren.Davor, nach der Rampe und dem Souffleurkasten zu,graben zuletzt die Lemuren dem Faust das Grab. Wiegesagt, der ganzen Decoration, so malerisch sie wirkt, fehltdie Weite, die Ferne, der Anblick — ja ich möchte sagen,der Duft des Meeres, der zu diesen Scenen gehört. Aberauch so, trotz der Ermüdung, die der vierte Akt mit sichführt, ist der Zuschauer mit pochendem Herzen bei dieserHandlung, bei diesen mächtigen Versen. Das Erscheinender vier gespenstischen Weiber, das Graben der Lemurenbei eintönigem Gesang hat etwas unsagbar Feierlichesund Dämonisches. Was nun nach dem Tode Faust's ge-schieht, schwächt, meiner Empfindung nach, wie man esauch darstellen mag, den Eindruck, den man so eben em-pfangen. In Weimar hatte man die Scene in folgenderWeise eingerichtet: ein Wolkenvorhang senkt sich nieder;Mephisto wirft sein irdisches Gewand ab und erscheintmit gewaltigen Flügeln in einem phantastischen Teufels-kostüm; große und kleine Teufel eilen auf sein Gebot her-bei, die entfliehende Seele zu fassen. Aus dem erstenEntwurf, den der Dichter von dieser Scene gemacht hatte,spricht Mephisto die Verse: