Band 
[Zweiter Band]
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spenst erfassen möge. Auf diese Erwartung des Publikumsgestützt, streiche ich die Scenen in Faust's Studirzimmerund die ganze Walpurgisnacht. Unmittelbar an das Ent-schwinden der Helena knüpfe ich den dritten Akt der Dich-tung nun als zweiten. Oben aus der Pforte des Palastesdes Meuelaos tritt Mephisto im Mantel der Phorkyas,hier müssen ein Dutzend Verse eingeschoben werden, indenen Mephisto dem Publikum erzählt, daß Faust mitabenteuernden Genossen aus dem Kriegsheer des Kaisersin den Bergen zwischen Sparta und Arkadien eine Herr-schaft gegründet habe und weithin gebietend walte. Dar-auf erscheint unten Helena mit ihrem Mädchengefolge,während die Phorkyas auf der Treppenstufe uiederkauertund kaum sichtbar sich von den Pfeilern abhebt. Nunspielt sich die Scene wie in der Dichtung, mit der Ver-wandlung des Hellenischen Hauses in eine gothische Burg,bis zu den Versen ab:

„Gelockt auf feigem Grund zu wohnen,

Du flüchtetest ins heiterste Geschick:

Zur Laube wandeln sich die Thronen,

Arkadisch frei sei unser Glück."

Ohne Kürzungen im Innern dieser Scenen wird esfreilich nicht abgehen; .am füglichsten werden sich die Chor-lieder zusammenziehen lassen; das zweite Lied des Lynceuskann ohne Schaden fortfallen. Der dritte Akt würde vonder Euphorionscene, dem Versinken Helena's, dem Empor-schweben Faustens, der Zerstreuung des Frauenchvrs ein-genommen werden. Der Schluß wie bei Goethe: „Phorkyasim Proscenium richtet sich riesenhaft auf, tritt aber vonden Kothurnen herunter, lehnt Maske und Schleier zurückund zeigt sich als Mephistopheles, um, insofern es nöthig