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den Unbefangenen zum doppelt kritischen Urtheil heraus.Wie jedem jungen Glauben, ist auch dem Wagnerthnmdie verhängnißvolle Sucht eingeboren, Proselyten um jedenPreis zu machen; es begnügt sich nicht mit den Anhän-gern, die es mit seiner Schönheit und Tiefe gewinnt, auchdie Widerstrebenden will es beugen, blenden, unterwerfen.Hier in Bayreuth überwiegen nun natürlich die Gläubigen,schon giltst du für einen Verräther, wenn du auf allePlateniden-Wechsel künftiger Unsterblichkeit ruhig erwiderst:wir wollen sehen, ob der Meister am Verfalltage baarbezahlt!
„Echte Prinzen aus GenielandZahlen baar, was sie verzehrt,
Schiller, Goethe, Lessing, WielandHaben nie Credit begehrt."
Unter diesen; Gesichtspunkt einer geladenen Festver-sammlung, die trotz ihres Scheins im Wagner-Theaternicht halb so frei sich fühlen kann, als in jedem anderenTheater, ist dies theatralische Ereigniß aufzufassen. Wagnerführt seinen Gönnern und Freunden, den Sängern, Theater-directoren und Kapellmeistern sein Lieblingswerk vor;nur in einem verschwindenden Bruchtheil ist daneben diereiche und gebildete Gesellschaft vertreten, das Volk inseiner Masse ist völlig ausgeschlossen. Ich vermöchte ihmauch in diesem Theater keinen Platz anzuweisen.
Auf einem sanft ansteigenden Hügel, in der Nähe desBahnhofes, etwa zwanzig Minuten von den letzen Häusernder Stadt erhebt sich der wunderliche Bau: weithin schimmerter rothgelb, von den rothen und gelben Ziegeln seinerMauern. Fahnen wehen von seinen Giebeln. Kleine grüneAnlagen, geebnete Wege führen hinauf; ein Tannengebüschschließt die Eingangshalle nach der Seite der Stadt zu
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