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[Zweiter Band]
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von knüppeltragenden Mönchen durch die Straßen Alexan-dria's schritt. So'war hier das dritte Wort dieses Hinter-treffens stets: schlagen! der Appell an die rohe Gewalt.In dieser Hinsicht war der Ausruf eines Wagnerianersam Tage nach der letzten Vorstellung außerordentlichcharakteristisch: „Gott sei Dank", rief er in freudigemHumor einer Dame zu, „es ist Keiner todtgestochen odertodtgeschlagen worden." Dies als Zeichen der Gesellschaft,in der man sich in Bayreuth trotz aller schönen und vor-nehmen Damen bewegte — und diese Gesellschaft, der bisauf wenige die großen deutschen Namen fehlten, hatte mandie Keckheit, als die Blüthe des deutschen Volkes zn be-zeichnen !

Als Richard Wagner den Gedanken zu seinen Fest-aufführungen faßte, machte er sich wohl folgendes Bildvon denselben. Auf ragender Höhe, in freundlicher Um-gebung, erhebt sich der Musentempel; fernab liegt der Lärmder Stadt, das Geräusch der Welt; auf schattigen Wegen,wie in dem Platanenhain der Akademie zu Athen, wandeltman zwischen den einzelnen Aufzügen auf und nieder undbewundert neben der Musik des göttlichen Meisters denUntergang der Sonne, das Heraufkommen des Mondesüber Berggipfel und Tannenwipfel. Die Idee war schön,obgleich sie nach meiner Ansicht den Wurm des Verderbensschon in sich trug: die Loslösung der dramatischen Kunstvon dem allgemeinen Leben, von der Großstadt. DasDrama wie die Schauspielkunst gedeihen nur in einerHauptstadt. Ohne Paris kein Molisre und kein Gluck,ohne London kein Shakspeare und kein Händel; ohneMadrid kein Calderon, ohne Prag und Wien kein Mo-zart. Aber ganz abgesehen von der Verschiedenheit der