Band 
[Zweiter Band]
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Meinungen, wie stellte sich nun das Bild in Wirklichkeitdar? Von allen Festabenden hatte nur der erste, Sonntagder 13. August, einen festlichen Charakter. Wie jedeTheatervorstellung, begann auch die des „Rheingold" umsieben Uhr Abends. Die Menschen hatten Zeit, „zwischendem Essen und dem Theater" sich die Hände zu waschen,ihre Toilette in Ordnung zu bringen, sich zu sammeln.Die Geister waren noch frisch wie die Anzüge der Damen,die Erwartung hochfliegend, der Muth ungebrochen: eswar der erste Schlachttag. Nur im Scherz hatte der Eineund der Andere sein Testament gemacht. Die Anwesen-heit des Kaisers warf einen Lichtschein über das Ganze.Drei Uebelstände stellten sich freilich schon damals, injenem Augenblick des Glücks, heraus. Es gab keine ge-nügende Anzahl von Wagen, um etwa VierzehnhundertMenschen, die nun einmal an eine „Theaterdroschke" ge-wöhnt sind, den weiten Weg von der Stadt zum Wagner-hügel hinauszubefördern. Oben gab es keine schattigenLaubgänge, sondern nur Sonne, Staub und Schotter. Audie Bequemlichkeit größerer Garderoben mit Spiegelnund Waschbecken hatte man natürlich in künstlerischer Be-geisterung nicht gedacht. Die Männer waren bestaubt, dieDamen mit rothglühendeu Gesichtern und zerzausten Haaren.Da das „Rheiugold" keine Zwischenpausen duldet, hattejedoch Niemand Zeit und Gelegenheit, sich auf seine mensch-liche Existenz und ihre Bedürftigkeit zu besinnen, jederwurde mehr oder weniger znm reinen Geist. Viel schlimmergestalteten sich die Dinge an den anderen Festabenden.Siebenhundert Menschen eilten schon um ein Uhr nachder großen Restauration, um dort zu essen und unmittel-bar nachher nach dem Theater zu gehen. Worin bestand