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nun die Sammlung des Gemüths? In der Zahlung derRechnung an den Kellner; in der Eroberung einer TasseKaffee; im Ritterdienst, für eine Dame ein Glas Eis zugewinnen. Und dieser selbe Drang nach einem Stuhl,nach einem Kühltrank, der ganz gemeine Selbsterhaltungs-trieb offenbarte sich in jeder Zwischenpause. Was waruns Allen nach dem zweiten Akt der „Walküre" Brunn-hilde und Wotan? Für eine Flasche Wein in Eis hättenwir mit Vergnügen das ganze „Göttergelichter" verschenkt.Und der Kampf Siegfrieds mit dem Drachen auf derBühne: wie kindlich erschien er demjenigen, der sich hierim Gedränge irgend ein dürftiges Labsal erringen mußte!Dabei der unbarmherzige Sonnenschein und der unendlicheStaub, den die Schleppkleider aufwirbelten; diese beidenErscheinungen blieben sich täglich gleich; was sich abertäglich zu unserm Schaden änderte, waren die steigendenPreise der Lebensmittel. Ich führe diese Dinge nur an,um die Lebensbedingungen einer Theatergründung zu kenn-zeichnen, für die man sich wieder anschickt, den Beutel derNation in Anspruch zu nehmen. Daß unter solchen Ver-hältnissen von seelischer Ruhe und Heiterkeit, von einerReinigung des Gemüths von irdischen Hinfälligkeiten nichtgesprochen werden kann, bedarf keiner weiter» Ausein-andersetzung.
Wohl war es ein buntes, farbenprächtiges Bild, dassich in den zeltartigen Restaurationen, auf dem Theater-platz vor dem Beginn und in den Zwischenpausen der Vor-stellungen abspielte. Man plauderte mit einander, manbegrüßte sich, die letzte Cigarre wurde geraucht, eine neueFlasche entkorkt. „Wer ist die Dame dort in weißerSeide, mit flatterndem Haar, ein Diadem auf dem Kopfe?