Band 
[Zweiter Band]
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"Wotan selber ein Ehebrecher, nicht ihm, sondern Hundinggebührt der Sieg. Widerwillig verspricht Wotan endlich,ihrem Gebot sich zu fügen. Der wieder auftretenden Wal-küre giebt er den Befehl, Siegmund zu fällen. Liebst dnSiegmund nicht? unterbricht sie ihn. „Gegen ihn zwingtmich nimmer dein zwiespältig Wort." In dem Kampf derbeiden Männer tritt sie an Siegmund's Seite; dieser er-hebt das Schwert, um es Hunding in die Brust zu stoßen,als Wotan aus der Wolke heraus seinen Speer dem Eiseneutgegenhält. Das Schwert Siegmund's zersplittert, vonHunding's Schlag getroffen, stürzt Siegmund entseelt nieder;Brünnhilde nimmt Sieglinde mit sich auf ihr Roß Graneund entflieht dem Zorn Wotan's, dessen Befehl sie miß-achtet hat. Hunding — meinem Gefühl nach der einzigeGentleman der ganzen Trilogie — fällt „vor einem ver-ächtlichen Handwink Wotan's" todt zu Boden. Nach Wagnersind alle verheiratheten Männer Schwächlinge und Dumm-köpfe. Der dritte Akt spielt auf dem Walkürenfelsen.Wotan's und der Erda Kinder Hausen dort, die neun Schlacht-jungfrauen; einige halten Wache, andere kommen mit todtenHelden daher, durch die Luft fliegend auf feuerspeiendenRossen. Etwas außerordentlich Phantastisches und Kriege-risches liegt in dieser Eröffnungsscene: hier allein strömtuns in der Musik wie in den Worten nordisches Wesen,ein isländischer, ein altgermanischer Hauch entgegen. Zu-letzt von den Schwestern stürmt Brünnhilde einher: Wotanist hinter ihr. Ehe der ingrimmige Gott unter die Er-schreckten tritt, rettet eine der Walküren Sieglinde, dieandern entweichen. Eine lange Rede-, Straf- und Buß-scene zwischen Wotan und Brünnhilde. Mit einem Kussenimmt der Gott der Walküre die Unsterblichkeit; in tiefen